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moritzhecki
Mitglied

Deutschland
6 Beiträge

Erstellt am: 09.08.2016 :  10:44:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Als erstmal stelle ich mich kurz vor ich heiße Moritz und bin 21 Jahre jung.
1. Ich suche noch ein gutes Buch über Hypnose und es darf auch was kosten ?
2. Ich habe jetzt schon mehrmals probiert einen Freund von mir in Trance zu bringen
und es hat auch funktioniert. Ich habe dann die Trance vertieft mit Induktionen und
Fraktionierung. Wo ich dann gedacht habe das er tief genug in der Trance ist wollte ich
dann eine Arm Katalepsie machen habe ich auch geschaft aber nur eine sanfte.
Dazu habe ich das hier gefunden:
Ein relativ „sanfter“ Convincer ist die Erfahrung, dass z.B. ein Arm aufgrund der Suggestionen des Therapeuten für lange Zeit „wie von selbst“ stehen bleiben.
Aber wie kriege ich das hin das die Versuchs Person den Arm nicht mehr bewegen
kann ?
Liegt es daran das die Versuchs Person nicht tief genug in Trance war obwohl ich eine Stunde
lang Induktionen und Fraktionierung gemacht habe oder gebe ich die Suggestionen einfach
nur Falsch ?

Lg Moritz
und schonmal danke !!!

Miraculus
Mitglied

Deutschland
2960 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2016 :  23:21:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Moritz und willkommen,

in welche Richtung sollen die Bücher denn gehen? Wenn es um die reine Hypnose als solche geht (ohne Lebenshilfe oder so was), und wenn es möglichst praxisnah sein soll, dann wären m.E. die Bücher "Kompaktkurs Hypnose" von Tad James und Koautoren und "The Art of Hypnosis" von Roy Hunter als Einsteigerbücher empfehlenswert.

Zitat:
Liegt es daran das die Versuchs Person nicht tief genug in Trance war obwohl ich eine Stunde
lang Induktionen und Fraktionierung gemacht habe oder gebe ich die Suggestionen einfach
nur Falsch ?


"Tiefe" ist so etwas ein schillernder Begriff, und jeder versteht darunter etwas anderes. Lange Induktionen helfen vor allem, den Bewusstseinszustand zu verändern. In Deinem Fall geht es aber vor allem um Suggestibilität – also die Fähigkeit, auf Suggestionen zu reagieren. Veränderung des Bewusstseinszustandes und Suggestibilität werden oft beide als "Tiefe" bezeichnet und nicht unterschieden, aber eigentlich sind das zwei verschiedene Dinge.

Es ist durchaus möglich, dass Dein Freund nicht suggestibel genug war/ist, um eine "dramatische" Reaktion auf Deine Suggestion zu zeigen. Das lässt sich ev. mit Übung im Lauf der Zeit verbessern.
Aber je nachdem ist das auch gar nicht so wichtig. Eine Hypnose kann auch ohne so etwas entspannend und faszinierend sein; es kommt eben immer auf den Zweck an, wieso man hypnotisiert.

Des Weiteren ist es auch möglich, dass jemand Schwierigkeiten hat, eine bestimmt Suggestion umzusetzen, auf eine andere – womöglich sogar "schwierigere" – Suggestion jedoch gut reagiert.

(Es kann übrigens auch sein, dass jemand, der sehr suggestibel ist, aus ganz persönlichen Gründen eine Suggestion verweigert, obwohl diese eigentlich als harmlos und neutral erscheint. Allerdings ist das jetzt eher selten der Fall, und der Hypnotisierte würde das dann auf Nachfrage vermutlich auch erklären können.)

Wie gesagt: Es kommt darauf an, was Du mit der Hypnose willst. Menschen reagieren völlig unterschiedlich, und ich würde nichts erzwingen, sondern einfach spielerisch verschiedene Dinge ausprobieren, mit verschiedenen Personen - wobei es selbstverständlich für alle angenehm sein sollte.

Deshalb würde ich auch Deinen letzten Versuch als Erfolg werten.

Du wirst dann im Lauf der Zeit auch Probanden finden, bei denen Suggestionen wie die vom unbeweglichem Arm gut funktionieren.

Dass Du die wichtigsten elementaren Sicherheitsregeln kennst wie die, die Hypnose ausreichend aufzulösen, Suggestionen zurückzunehmen, nichts Unangenehmes zu suggerieren usw., nehme ich jetzt einfach mal an.

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)

Bearbeitet von: Miraculus am: 09.08.2016 23:25:41 Uhr
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Miraculus
Mitglied

Deutschland
2960 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2016 :  23:24:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Vielleicht doch noch etwas "Technisches":

Wenn Du den Arm ganz langsam anhebst, am Handgelenk, so etwas "ruckelnd" vielleicht, und dann etwas oben lässt und ganz langsam loslässt, dann ist die Chance gut, dass der Arm "stehenbleibt".

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)
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moritzhecki
Mitglied

Deutschland
6 Beiträge

Erstellt  am: 10.08.2016 :  09:36:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Erstmal danke für deine schnelle Antwort Miraculus

Zitat:
Wenn Du den Arm ganz langsam anhebst, am Handgelenk, so etwas "ruckelnd" vielleicht, und dann etwas oben lässt und ganz langsam loslässt, dann ist die Chance gut, dass der Arm "stehenbleibt".

Das habe ich auch schon öfters gemerkt dachte aber meistens das es ein Zufall ist.

Zitat:
in welche Richtung sollen die Bücher denn gehen? Wenn es um die reine Hypnose als solche geht (ohne Lebenshilfe oder so was), und wenn es möglichst praxisnah sein soll, dann wären m.E. die Bücher "Kompaktkurs Hypnose" von Tad James und Koautoren und "The Art of Hypnosis" von Roy Hunter als Einsteigerbücher empfehlenswert.


Also das Buch "Hypnose lernen - Praxishandbuch" von Ahlfeld / Strobl habe ich jetzt gelesen
und ich hätte gerne ein Buch was ziemlich praxisnah ist und auch auf mögliche Fehler
eingeht. Der Bereich soll mehr um reine Hypnose gehen (Einleitungen, Induktionen, Anker/Trigger und wie man Suggestionen am besten stellt bzw. was man beachten sollte)

Lg Moritz
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moritzhecki
Mitglied

Deutschland
6 Beiträge

Erstellt  am: 10.08.2016 :  20:37:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Und noch eine Frage was kann man mit Personen machen die nicht suggestibel sind und selbst die einfachsten suggestiblitäts test nicht bestehen
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Miraculus
Mitglied

Deutschland
2960 Beiträge

Erstellt  am: 10.08.2016 :  22:46:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Moritz,

so viele gute Bücher, die vor allem auf die "technische" Seite der Hypnose abzielen, gibt es leider gar nicht. Diejenigen, die am ehesten in Frage kommen (James, Schober und Flores; Hunter), habe ich schon genannt.

Du hast ja auch schon das Buch von Ahlfeld und Strobl genannt, das vermutlich eines der praxisnahsten Bücher sein dürfte, die es gibt. Ob da noch detailliertere Bücher existieren, weiß ich gar nicht.

Zwei Bücher fallen mir noch ein, die ich beide gelesen habe:
"Hypnose. Das Praxisbuch". (Das Buch ist klein, aber gebraucht für ein paar Euro zu haben.) Ebenfalls praxisorientiert und preiswert ist "Hypnose sicher beherrschen lernen" von Ralf D. Lederer.

Besonders würde ich aber auch auf folgendes (kostenloses) Ebook hinweisen, das einen gewissen alternativen, aber m.E. guten und wichtigen Ansatz vorstellt:
https:// hypnosiswithouttrance.files.wordpress.com/2010/01/hypnosejenseitsdestrancemythos.pdf (Leerzeichen bitte entfernen)
Die Erklärungen hier sind m.E. stimmiger als vieles, was man sonst so liest, und der Autor hat auch etliche Praxis-Videos veröffentlicht, in denen er Hypnose demonstriert (habe ich selbst nicht alle gesehen). Suche dazu "James Tripp", "Hypnosis" und "Youtube".

Es gibt natürlich noch dies und jenes, aber ob das so viel an Mehrwert bringt, weiß ich nicht.

Empfehlenswert ist es aber, sich etwas mit "Ericksonschen Techniken" zu befassen - das Buch von James und Koautoren gibt da wenigstens einen Einblick. Die meisten Bücher (z.B. "Hypnotherapie" von Erickson und Rossi oder "Therapie in Trance" von Grinder und Bandler) sind zwar auch therapeutisch ausgerichtet, aber sind auch für die Hypnose als solche interessant. Man muss nicht alles übernehmen oder akzeptieren, aber man sieht da, dass Hypnose nicht "formelhaft" ablaufen muss. (Diese Bücher - vor allem das von Erickson - sind allerdings schon relativ dick und anspruchsvoll.)

Ein schönes (kostenloses) Ebook zum Thema "Ericksonsche Sprachmuster" gibt es auch von Zimmermann:
https:// hpz.com/hypnose/gratis-hypnosebuch/

Einen Einblick in verschiedene technische Aspekte bietet auch "Hartland's Medical and Dental Hypnosis" von Heap und Aravind, samt einem Kapitel zur Ericksonianischen Hypnose. Das Buch ist zwar, wie der Titel schon verrät, medizinisch, aber die Hypnose "an und für sich" wird auch behandelt.

(Es existiert ansonsten auch noch ein Buch von Weitzenhoffer, "The Practice of Hypnotism", aber das ist so ausführlich, dass es "sogar" mir zu viel wurde (und Achtung, es ist sehr wissenschaftlich). Würde ich einem Beginner kaum anraten).)

Es existieren auch sonst gute Bücher, aber viele sind dann eben weniger technisch oder vor allem therapeutisch orientiert, weshalb ich sie jetzt nicht extra aufzähle.

Manche der genannten Bücher transportieren u.a. theoretische Vorstellungen darüber, wie Hypnose funktioniert, die ich persönlich für fragwürdig halte. (Diese Aussage gilt natürlich je nach Buch in unterschiedlichem Maße). Ich würde deshalb viele dieser Bücher vor allem unter pragmatischen Gesichtspunkten lesen: Was kann man für die Praxis lernen? Wenn es um theoretische Darlegungen geht, wäre ich generell vorsichtig – vor allem bei eine erheblichen teil der "Populärliteratur" .

Eine weitere Möglichkeit bestünde natürlich auch im Besuch eines guten Seminars. Horst, der Betreiber dieser Seite, der ein sehr erfahrener und sehr versierter Hypnotiseur ist, hat zumindest früher Seminare gegeben, ob er das heute noch tut, weiß ich aber nicht.

Zitat:
Der Bereich soll mehr um reine Hypnose gehen (Einleitungen, Induktionen, Anker/Trigger und wie man Suggestionen am besten stellt bzw. was man beachten sollte)


Ich kann da jetzt natürlich nicht ein Tutorium schreiben, aber vielleicht einige allgemeine Hinweise geben:

- Allgemein sollte man klar und verständlich formulieren - gegebenenfalls Aussagen auch wiederholen oder erläutern - und sich dabei an die Persönlichkeit und die Reaktion Hypnotisierten anpassen.
- Es ist natürlich ratsam, die Suggestionen an die Reaktion des Hypnotisierten anzupassen und ihm Zeit zu lassen.
Bei einer Levitation empfiehlt es sich beispielsweise, zu suggerieren, dass der Arm leichter und leichter wird, und nicht gleich zu sagen "Ihr Arm ist jetzt ganz leicht", wenn das so offensichtlich so noch gar nicht gefühlt wird.

Ansonsten kommt es aber - jedenfalls bei der "experimentellen" Hypnose gar nicht so sehr auf die Details der Formulierung an.

Es ist auch wichtig, vor lauter technischen Details das "Grundsätzliche" nicht aus den Augen zu verlieren. Beispielsweise hat man ein Experiment gemacht, wo man eine Gruppe von Probanden immer wieder mit derselben Methode hypnotisiert und dabei immer genau dieselben Suggestionen gegeben und gleich getestet. Das Ergebnis: Die Probanden reagierten immer schlechter, weil sie sich immer mehr langweilten. Anders als ein erheblicher Teil der Bücher das vermittelt, kommt es nämlich durchaus auch auf die (bewusste oder unbewusste) Motivation und das Interesse des Hypnotisierten an - der Hypnotisierte ist und bleibt ein vollwertiger Mensch. Das ist ein wichtiger Aspekt, den man im Hinterkopf behalten sollte, und der bei der Konzentration auf das "Technische" manchmal vernachlässigt wird.

Was speziell den posthypnotischen Trigger angeht, so habe ich im Kapitel "Einige praktische Hinweise" innerhalb eines Blog-Artikels einige Hinweise gegeben. Der Artikel ist lang, aber das Kapitel findet sich recht weit unten:
https:// hypnoseinfos.wordpress.com/2012/12/21/der-posthypnotische-trigger-im-experimentellen-und-klinischen-setting/ (Leerzeichen bitte entfernen)

Vielleicht hilft das etwas weiter.

Zitat:
Und noch eine Frage was kann man mit Personen machen die nicht suggestibel sind und selbst die einfachsten suggestiblitäts test nicht bestehen


Das umfassend zu beantworten ist jetzt auf die Schnelle kaum möglich. Generell förderlich sind ein guter Rapport und positive Erwartungen. Es kann hilfreich sein, beispielsweise zu erklären, wie etwas funktioniert und es selbst zu demonstrieren (z.B. eine Levitation), und den Probanden dann zu bitten, seine Vorstellungskraft zu nutzen. Also beispielsweise, wie ein Ballon den Arm hochzieht, wie de Arm hohl ist usw. Dabei ist es wohl weniger die Vorstellungskraft als die veränderte Erwartung, die für den Erfolg sorgt. Wahrscheinlich kommt es darauf an, dass der Proband die Idee akzeptiert, dass es diesmal anders ist.

Ansonsten ist es oft gut, auf einzelnen Erfolgen aufzubauen. Wenn die Hände beispielsweise ein wenig aneinander geklebt haben, kann man ausführlich suggerieren, dass sie nun noch stärker aneinander kleben; wenn man es bewerkstelligt hat, dass jemand einen Namen nicht mehr aussprechen kann, kann man versuchen, ihn "in der nächsten Runde" den Namen vergessen zu lassen.
Wenn die Reaktionen teilweise willkürlich sind – der Arm wird bei einer Levitation bis zu einem gewissen Grade bewusst gehoben – ist das auch nicht unbedingt schlecht. Das kann auch die Ausgangsbasis für Reaktionen sein, die zunehmend als unwillkürlich erlebt werden.

Manchmal kann sich die Versuchsperson dann auch nach einiger Zeit, wenn sie sich wohlfühlt, auch besser "fallen lassen" und besser reagieren.

Man muss eines sagen: Es gibt Leute, die bei aller Mühe sehr wenig auf Suggestionen reagieren. Für die Hypnotherapie ist das nicht so wichtig, für die experimentelle Hypnose aber natürlich suboptimal. Prinzipiell glaube ich zwar, dass jeder Mensch eine hohe Suggestibilität entwickeln kann, aber in manchen Fällen würde das allem Anschein nah viel Zeit und Aufwand mit sich bringen, und sich nur dann lohnen, wenn derjenige wirklich selbst auch ein großes Interesse daran hat.

Einem Anfänger bei der experimentellen Hypnose würde ich vor allem am Anfang eher raten, vorwiegend mit Leuten zu arbeiten, die (relativ) gut reagieren - die sind erfahrungsgemäß oft auch leichter trainierbar.
Leute, die echtes Interesse an der Hypnose haben, reagieren oft besser als solche, die es einfach nur "Über sich ergehen lassen, weil es ihnen egal ist, ob sie hypnotisiert werden.

Das sind alles keine umfassenden Antworten, aber vielleicht sind das doch ein paar Tipps und Anregungen.

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)

Bearbeitet von: Miraculus am: 11.08.2016 01:36:48 Uhr
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moritzhecki
Mitglied

Deutschland
6 Beiträge

Erstellt  am: 11.08.2016 :  08:26:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Vielen dank
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